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Aneurysma: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

[05.02.10] +++ Forscher der US-amerikanischen Mayo Klinik haben in einem gemeinsamen Projekt mit IBM ein neuartiges medizinisches Verfahren zur Erkennung von Gefäßveränderungen im Gehirn entwickelt. Wesentlich schneller und zuverlässiger sollen Radiologen damit gefährliche…

Veränderungen der Blutgefäße im Gehirn entdecken können. Die Methode basiert auf einer computergestützten Bildanalyse von radiologischen Aufnahmen, bei der Veränderungen automatisch erkannt werden. Nach Aussage der Wissenschaftler besitzt die Analyse eine 95-prozentige Genauigkeit beim Nachweis der sogenannten Aneurysmen. Dadurch soll es möglich sein, lebensbedrohliche Hirnblutungen in Zukunft rechtzeitig zu verhindern.

 

Der automatisch ablaufende Prozess kombiniert die medizinische Bildgebung mit fortschrittlichen Analysetechnologien. Durch Magnetresonanztomografie gewonnene Hirnscans werden unmittelbar nach den Aufnahmen an ein Computersystem weitergeleitet. Speziell entwickelte Algorithmen sind in der Lage die Aufnahmen zu durchsuchen und Schwachstellen der Hirngefäße zu erkennen. Dies ist sogar für sehr kleine Gefäßveränderungen unter 5mm möglich. Potentielle Gefahrenstellen werden für den Radiologen sichtbar gekennzeichnet. Der Radiologe kann die markierten Stellen dann näher untersuchen. Der automatisierte Ablauf dauert im Schnitt drei bis fünf Minuten und gibt dem behandelnden Arzt damit mehr Zeit, um wichtige Entscheidungen bei der Behandlung des Patienten zu treffen.

 

Für die Entwicklung des Algorithmus zur Erkennung der Gefäßveränderungen wurden seit Beginn des Projekts im Juli 2009 insgesamt mehr als 15 Millionen radiologische Aufnahmen verarbeitet. Die manuelle Interpretation von radiologischen Bildern erreicht nach Auskunft der Forscher im Gegensatz zur automatischen Erkennung nur eine Trefferquote von 70 Prozent.

 

Beim Verfahren zum Einsatz kommt ein IBM WebSphere Process Server, der unter IBM System x Servern läuft. Die Bilder werden mit Hilfe von DB2 auf Windows und Linux verarbeitet. Zukünftig soll das Verfahren auch für weitere radiologische Untersuchungen eingesetzt werden, wie bei der Krebsdiagnose und bei Gefäßveränderungen in anderen Körperteilen.

 

IBM


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