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IBM punktet mit Patenten bei Cognitive Computing und Cloud

[[18.01.16]] +++ An den 2015 der IBM erteilten US-Patenten lässt sich die strategische Ausrichtung des Konzerns aus Armonk ablesen: Von den 7.355 Patenten stammen über 2.000 aus den Bereichen Cloud- und Cognitive Computing – etwa Emotionserkennung, Reduzierung der Netzwerklatenzen zwischen Cloud-Ressourcen oder auch die Spracherkennung für kundenorientierte Ansprache. Mit der Gesamtzahl der Erfindungen sichert sich IBM zum 23. Mal in Folge den Titel des US-Patentmeisters. Rund 300 dieser Patente beruhen auf Erfindungen der IBM in Deutschland, der überwiegende Teil stammt aus dem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Böblingen.

IBM führt 2015 die Top-Ten-Liste der Unternehmen mit den meisten US-Patenten mit gehörigem Vorsprung an:

  1. IBM 7.355
  2. Samsung 5.072
  3. Canon 4.134
  4. Qualcomm 2.900
  5. Google 2.835
  6. Toshiba 2.627
  7. Sony 2.455
  8. LG Electr. 2.242
  9. Intel 2.048
  10. Microsoft 1.956

„Während der 23 Jahre an der Spitze der Patentliste, haben unsere Erfinder mehr als 88.000 US-Patente erteilt bekommen. Die Investitionen von IBM in Forschung und Entwicklung gerade bei Cognitve- und Cloud-Technologien definieren die Zukunft der Informationstechnologie. Sie helfen unseren Kunden in unterschiedlichsten Industrien bei ihrer digitalen Transformation,“ sagt Ginni Rometty, IBM Chairman, President und CEO. „Unsere führende Stellung bei Patenten ist auch ein Beleg für unser großes Engagement in der Grundlagenforschung, die notwendig ist, um wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt sicherzustellen.“


Die der IBM im vergangenen Jahr erteilten US-Patente gehen auf Erfindungen von über 8.000 Experten aus mehr als 40 Ländern zurück. Mehr als ein Drittel dieser geschützten Erfindungen stammen von außerhalb der USA. Mehr als 2.000 Patente stammen dabei aus den beiden strategischen Wachstumsfeldern des Unternehmens, Cognitive und Cloud Computing.


Auf diesen Gebieten haben die Erfinder von IBM im vergangenen Jahr eine Reihe neuer Technologien entwickelt, die die Möglichkeiten dieser Systeme deutlich erweitern. Sechs Beispiele aus den Bereichen Cognitive Computing, künstliche Intelligenz und Cloud zeigen den Nutzwert der Technologien:

  • Maschinen lernen Emotionen zu interpretieren – in der Vergangenheit haben Nutzer nach den Regeln von Computern gespielt, indem sie sich über Tastaturen verständlich gemacht haben. In der kognitiven Ära werden Systeme und Maschinen uns mehr und mehr zuhören und auch verstehen. Eine Gruppe von Experten aus dem IBM China Lab hat eine Technologie patentieren lassen, mit deren Hilfe Maschinen emotionsgeladene Wörter interpretieren können (Patent US9117446).
  • Andere Forscher haben ein Patent erhalten, das Computersystemen beibringt, wie sie anhand von Sprache Menschen von anderen Computern unterscheiden können. Das kann eine hilfreiche Technologie für Online-Ticket-Händler sein, wenn es darum geht, Bots von Schwarzmarkthändlern zu erkennen und den Kauf großer Kontingente zu unterbinden (Patent US9146917).
  • Schnellere und effizientere Cloud-Umgebungen – IBM Forscher haben eine Methode gefunden, um Netzwerklatenzen zwischen Cloud-Ressourcen zu reduzieren, indem sie eine Topologie der kürzesten Wege durch ein Netzwerk erstellen. Daten können so schneller und effizienter verarbeitet werden (Patent US8972986).
  • Ein anderes Patent beschäftigt sich mit der Ressourcenzuteilung über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg, um auch für rechen- oder speicherintensive Aufgaben immer genügend Kapazitäten bereitstellen zu können (Patent US9009722).
  • Im Kontext von Industrielösungen wurde IBM ein Patent für eine IT-Lösung für Flughäfen erteilt. Sie erkennt, welche Sprachen besonders häufig auf einzelnen Flugsteigen gesprochen werden. Ansagen können so in die jeweiligen Landessprachen übersetzt und beginnend mit der am häufigsten gesprochenen Sprache durchgeführt werden (Patent US9093062).
  • Kognitive Systeme nutzen verschiedenste Algorithmen für ihre Entscheidungsfindung – auch und gerade im medizinischen Umfeld bei der Diagnose und Suche nach einer entsprechenden Behandlungsmethode. IBM Forscher haben ein Konzept entwickelt, das besonders geeignete Algorithmen in medizinische Kategorien einteilt und so dem Arzt hilft, eine noch effektivere Behandlungsmethode auszuwählen (Patent US9171478).

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