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21sportsgroup.com regelt den Mehrkanalverkauf mit SAP ERP

[[25.01.16]] +++ Das Sporthandelsunternehmen 21sportsgroup.com musste öfter Fehler durch Doppelverkäufe beheben, generell waren stationärer und Online-Handel nicht korrekt vernetzt. Und weil die Geschäfte die betriebswirtschaftliche Standardsoftware überforderten, beschloss der Mannheimer Sportartikelhersteller, ein ERP-System zu implementieren, das die steigenden Bestellungszahlen verarbeitet und Webshops in verschiedenen Ländern integriert. Seit neun Monaten arbeitet nun SAP ECC 6.0, Fremdsysteme sind mit der Middleware SAP NetWeaver Process Integration angedockt. Als nächstes soll das steigende Datenvolumen mit der SAP-HANA-Plattform verarbeitet werden.

Noch 2011 schrieb die 21sportsgroup keine sechs Millionen Euro Umsatz, für 2015 rechnet Jörg Mayer, Geschäftsführer des Mannheimer Multichannel-Sporthandelsunternehmens, mit über 100 Millionen Euro Umsatz. Das bedeutete aber auch Herausforderungen: „Die Geschäftssysteme sind an ihre Grenzen gestoßen.“ Ein neues ERP-System musste her, das jene inzwischen über eine Millionen Bestellungen von 2,5 Millionen Kunden pro Jahr verarbeiten kann, aber zusätzlich auch landesspezifische Zahlungen in über 15 Nationen möglich macht. Spätestens mit dem Kauf vom Actionsport-Händler Planet Sports Anfang 2015 bekräftigte die 21sportsgroup, dass die Unternehmensstrategie im Multichannel-Verkauf liegt.


In der Vergangenheit kam es jedoch schon mal zu Doppelverkäufen. Der stationäre und der Online-Handel waren nicht ausreichend miteinander vernetzt. Das soll künftig ausgeschlossen sein. „Der Kunde soll nicht nur online bedient werden, sondern auch vor Ort“, erläutert Mayer, der etwa biomechanische Analysen anbietet und biometrische Fußabdrücke nimmt, um seinen Kunden die bestmöglichen Schuhe verkaufen zu können. Das neue System sollte das große Wachstum mitgehen können und die Vertriebsschienen online und stationär noch enger integrieren.


Die neue Lösung sollte also nicht wie bisher mit dem Unternehmen wachsen, sondern im Vorhinein eine dynamische Entwicklung „verkraften“ können. Die „Software, die die Lösung im Bauch hat“ (Mayer) ist SAP ECC 6.0 mit den wichtigsten Modulen für das Finanzwesen (SAP FI), für den Verkauf (SAP SD) und die Logistik (SAP WM und SAP MM). Aufgesetzt auf einem Enterprise Service Bus schafft die Middleware SAP NetWeaver Process Integration zudem die Möglichkeit, auch Fremdsysteme ans System anzuschließen.


Für Gründer und CEO Mayer ist das eine Lösung, die es ermöglicht, Geschäftsprozesse so einfach wie möglich zu halten, ob es um die Bestellung, die Bezahlung oder später die Verfolgung der Lieferung geht. Weiterer wichtiger Faktor der neuen Software: Der Anteil des ausländischen Geschäfts soll von derzeit 30 auf später 70 Prozent wachsen und die 21sportsgroup zu einem internationalen Multichannel-Player werden. „Der spanische Kunde möchte auch eine spanische Rechnung bekommen und keine englische“, betont Mayer. Dafür müssen Webshops in 15 Ländern integrierbar sein.


Am 1. Mai 2015 ging das neue System bei der 21sportsgroup live, sieben Monate nach dem Start des Projektes. Die nach wie vor hohen Ratings auf Amazon.com und der Feedbackplattform eKomi bestätigen die Chefs des Unternehmens, dass der Weg richtig war.


Da auf den Sportartikelhersteller und -händler immer mehr Daten zukommen werden, ist auch eine immer schnellere und flexiblere Infrastruktur nötig. Deswegen plant die 21sportgroup nach Aussage von Geschäftsführer Mayer jetzt bereits den nächsten Schritt in der Software-Evolution – die Nutzung der SAP-HANA-Plattform. Jetzt allerdings geht es erst einmal darum, den erstmals dreistelligen Millionenumsatz für das Geschäftsjahr 2015 zu realisieren.


Hier geht’s zu SAP IoT



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