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SAP-Anwender Kärcher macht Reinigungssysteme zu IoT-Geräten

[[18.01.16]] +++ Bis 2018 wird es laut IDC 22 Milliarden installierte Geräte und Maschinen geben, die über das Internet Daten übermitteln, also Internet-der-Dinge-Geräte (IoT). Schon jetzt gehören dazu Maschinen des Reinigungsspezialisten Kärcher, wodurch die Anwenderunternehmen einen präzisen Überblick bekommen, wie ihre Maschinen ausgelastet sind und welche Ausfallzeiten anfallen. Die Daten macht Kärcher über eine Cloud-Plattform zugänglich. Eingesetzt werden SAP Business Objects und das SAP Business Warehouse. Natürlich nutzt Kärcher die Daten der Telematik-Bausteine in den Maschinen selbst, um generelle Mängel zu identifizieren.

Ob Kehrmaschinen, Scheuersaugmaschinen oder Dampfreiniger: Professor Matthias Mehrtens vom Reinigungsspezialisten Kärcher spürt den Trend, „dass jedes Gerät bald seine eigene IP-Adresse haben wird“. Vor zwei Jahren entstanden die ersten Konzepte, das Internet der Dinge im Profibereich zu erschließen. Das Ziel des Vice President Information Systems Mehrtens war es, die Maschinen auf Kundenwunsch digitalisiert anzubieten und Auswertungen zu ermöglichen. Das ist einerseits für die Produktentwickler sinnvoll, die Hinweise auf Mängel bekommen sowie für Reinigungsdienstleister, die die Maschinen zielgerichtet einsetzen und wissen wollen, wie stark die Maschinen im Einsatz waren oder welche Maschinen erhöhte Ausfallzeiten aufweisen.


Seit etwa einem Jahr übermitteln neue Telematik-Bausteine in den Maschinen Daten über deren Standort, Ladezustand und etwaige Probleme an die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. „Unsere Kunden bekommen Zugang zu einer Cloud-Plattform, auf der sie ihre Flotte analysieren können: „So sehen sie die Kosten des Gerätes und deren Betriebsdaten in Echtzeit auf dem Bildschirm“, erläutert Mehrtens. Zudem lassen sich die Gesamtkosten wie etwa für ein Bürogebäude oder ein Einkaufszentrum zuordnen. Darüber hinaus hilft diese Transparenz auch der Produktentwicklung.


Mehrtens registriert einen exponentiellen Anstieg der Datenvielfalt. Auch die Anzahl der Geräte, die mit IP-Adresse ausgestattet sind, nimmt immer mehr zu. So wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Endverbraucherbereich und der Servicesektor ebenfalls von der Vernetzung der eingesetzten Geräte profitieren – ob das Bewässerungssysteme sind, die sich automatisch in Betrieb nehmen, wenn Blumen Wasser benötigen oder der Staubsauger, der – sobald der Staubsaugerbeutel annähernd voll ist – dem Besitzer eine SMS mit Bestelloption zusendet. „Big Data zielgerichtet ausnutzen“, nennt das der IT-Verantwortliche Professor Matthias Mehrtens pragmatisch.


Kärcher setzt aktuell sowohl SAP Business Objects als auch das SAP Business Warehouse ein, das gerade auf das Enhancement Package 7 (EHP 7) gebracht wurde. Erste Erfahrung mit der In-Memory-Plattform SAP HANA will Mehrtens mit dem Lieferantenportal sammeln, auf dem sich neue Partnerunternehmen vorab qualifizieren müssen: „Hier sind wir bereits gestartet.“


Hier geht’s zu SAP IoT



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