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Alnatura steuert mit SAP-System in Richtung Digitalisierung

[[21.12.15]] +++ Beim Lebensmittelhändler Alnatura musste das ERP-System ausgewechselt werden. Dabei hat CIO Richard Kneis gleich die Digitalisierung der zentralen Unternehmensprozesse in den Blick gefasst – und natürlich eine Bereinigung der Stammdaten. Mit der SAP-Lösung hat nun generell das Datenvolumen zugenommen, wobei sich die Qualität der Daten erhöht hat. Damit verbessert sich das Berichtswesen, was wiederum Verbesserungspotenziale öffnet. Im Hinblick auf Big Data und SAP S/4HANA will Alnatura die Entwicklung zunächst noch „auf ihre Sinnhaftigkeit“ prüfen.

In den letzten acht Jahren hat die Alnatura Produktions- und Handels GmbH ihren Umsatz fast vervierfacht. 690 Millionen Euro erwirtschaftete das Unternehmen aus Bickenbach in Hessen im Geschäftsjahr 2013/14. Mit der bestehenden IT-Umgebung erschien ein weiterer Ausbau des Geschäfts nicht mehr möglich zu sein. Das eingesetzte ERP-System – eine Lösung von Navision – war in die Jahre gekommen und konnte bestehende und neue Geschäftsprozesse nicht mehr zufriedenstellend abbilden. Das Ziel von CIO Richard Kneis war es, „die IT-Landschaft neu zu denken und eine zukunftsfähige IT-Strategie zu entwickeln“.


Nach einem Auswahlprozess entschied sich Alnatura für SAP. Der Startschuss für das größte Unternehmensprojekt fiel im Frühjahr 2013. Inzwischen hat Alnatura innerhalb von 24 Monaten die Branchenlösung für den Einzelhandel SAP for Retail eingeführt. Im SAP-Standard zu bleiben, war das übergeordnete Ziel des Projektes. Es wurden alle wesentlichen Unternehmensprozesse im SAP-System implementiert. Von der Entwicklung der Produkte, über deren Listung sowie der Belieferung und den Abverkauf. Dabei standen besonders die Integration der Filial- und Zentralprozesse und die Anbindung der Logistik- und Dispositionssysteme im Fokus des Projektes.


Wichtige Pflichtaufgabe: Die Bereinigung der Stammdaten im Vorfeld. „Die eigentliche Herausforderung war, die Daten aus den Altsystemen in veränderte und neue Strukturen von SAP zu migrieren, was uns gut gelungen ist“, erklärt Richard Kneis, verantwortlich für die IT und Prozessgestaltung im Hause Alnatura. „Der Reifegrad unserer Unternehmensprozesse ist gestiegen. Die Bestandsführung, der Warenfluss und das Monitoring der Wareneingangsqualität haben sich in den Filialen erheblich verbessert. Wir haben eine Systemplattform geschaffen, mit der wir auf zukünftige Anforderungen und Veränderungen schneller reagieren können“, resümiert das Geschäftsleitungsmitglied Kneis.


Ein weiterer Mosaikstein in der neuen IT-Landkarte von Alnatura wurde sechs Monate nach dem SAP Go-Live mit der Einführung einer neuen Kassenlösung gelegt. „Eine Integration der neuen Kassensoftware ins SAP-System erklärt sich hierbei von selbst“, so Kneis.


Mit dem Einsatz von SAP hat sich schnell gezeigt, dass nicht nur die Menge an Daten zugenommen, sondern sich vor allem auch deren Qualität verbessert hat. Hier verspricht sich Alnatura ein verbessertes Berichtswesen, mit dem sich Verbesserungspotenziale schnell identifizieren lassen. „Schneller und dynamischer auf Veränderungen reagieren zu können ist ein wichtiger Baustein für zukünftige Projekte und Aufgaben“, hebt Kneis hervor.


Mit großer Aufmerksamkeit beobachtet der Alnatura-Manager Kneis die Themen wie Digitalisierung, Big Data und SAP S/4HANA. Allerdings verhält sich Alnatura zunächst abwartend und ganz gemäß der hausspezifischen Herangehensweise „neue Entwicklungen zunächst auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen“, wie Kneis bemerkt.


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